Ausstellungen - Archiv - 2012

Eröffnung der Ausstellung: 16. November 2012
Ausstellungsdauer bis: 27. Januar 2013

oh mensch 2In Friedrich Nietzsches Nachtwandlerlied „Oh Mensch, Gieb Acht“ umreißt Zarathustra die Sehnsucht und das Streben des Menschen mit Schlüsselbegriffen wie „Tiefe“, „Tag und Nacht“, „Lust und Leid“. Die Ausstellung ist keinesfalls ein Versuch, die literarische Vorlage zu "bebildern", sondern vielmehr ein Weiterdenken des Themas mit künstlerischen Mitteln.

Eröffnung der Ausstellung: 07. September 2012
Ausstellungsdauer bis: 10. November 2012

chittagong blues 1Die Ausstellung „Chittagong Blues“ zeigt die künstlerische Auseinandersetzung der Münchner Bildhauerin Nele Ströbel mit dem Ort Chittagong in Bangladesh, wo unter menschenunwürdigen Bedingungen riesige Ozeanriesen abgewrackt werden.

 

2011 reiste Nele Ströbel nach Dhaka und die Küstenstadt Chittagong, wo sie in Zusammenarbeit mit der Kunstakademie in Chittagong die Möglichkeit hatte, in den Sperrbezirk vorzudringen, in dem die Schiffe zur Rohstoffgewinnung an den Strand geflutet und dann zerlegt werden. Nele Ströbel transformierte das in Chittagong Gesehene und Erlebte in Zeichnungen, Terrakotten und einem Foto-Video-Loop, die in der Ausstellung gezeigt werden.

Eröffnung der Ausstellung: 29. Juni 2012
Ausstellungsdauer bis: 01. September 2012

Die Bildhauerin Bettina Meyer (Meisterschülerin von Klaus Rinke) und der Maler Rolf Schanko (Meisterschüler von Norbert Tadeusz) zeigen ihre aktuellen Arbeiten in einer Dialogausstellung. Das Zusammenspiel der beiden Künstler, die bereits 2010 jeweils eine Einzelausstellung in der Galerie hatten, zeigt einmal mehr, wie sehr sich völlig unterschiedliche Arbeiten und künstlerische Ausdrucksformen inhaltlich ergänzen und vertiefen können. Im Rahmen der Ausstellungsvorbereitung ist ein Gemeinschaftswerk, eine Zeichnung, der beiden Künstler entstanden – „Drift I“, die eine ereignishafte Qualität aufweist. Beiden Künstlern geht es um Bewegung und Statik, Raum und Körper, die in der bewegten Materie eine unverwechselbare Einheit bilden.

Eröffnung der Ausstellung: 04. Mai 2012
Ausstellungsdauer bis: 23. Juni 2012

Die Ausstellung zeigt eine neue Werkgruppe des belgischen Künstlers Bart Vandevijvere, der sich in seiner Malerei mit der zeitgenössischen und experimentellen Musik auseinande setzt. Während Vandevijvere in früheren Arbeiten die tonalen Elemente vorwiegend in linearen Zeitabläufen darstellte, eröffnet er nun den Blick in eine vierte Dimension. Dabei geraten Farbflächen, Farbkörper und Linien in einen Bewegungsstrudel, der Raum und Zeit zur vierdimensionalen Raumzeit vereint.

Eröffnung der Ausstellung: 03. Februar 2012
Ausstellungsdauer: bis 22. April 2012

Ein wichtiges Thema, das die Londoner Künstlerin Joanna Price in ihrer Malerei verhandelt, ist die Begegnung und Kommunikation unter Männern. Die Künstlerin verallgemeinert und standardisiert, indem sie die Figuren nahezu monochrom in Gruppen zusammenstellt oder auch einzelne Figuren zwischen den Gruppen isoliert. Die Männerbegegnungen scheinen – einem Tanz vergleichbar - sorgfältig choreographiert. Price untersucht mit malerischen Mitteln Phänomene wie Männerbünde und Kameraderie, Rivalität und Strategie, Intimität und Distanz im privaten und öffentlichen Raum. Dabei wirken die Berührungen, Gesten oder auch der ausgetauschte Handschlag keineswegs freundlich sondern verhalten ag-gressiv. Price ritualisiert die versteckte Gewalt zwischen den Figuren – eine Gewalt, die in den unspezifischen, aber beengten, monochromen Bildräumen eine eigenartige Dynamik entfaltet.

Eröffnung der Ausstellung: 10. November 2011
Ausstellungsdauer bis: 15. Januar 2012

„Möge dieses Werk nun seinen Weg nehmen, wohin es will, und möge die Vorsehung nach Belieben damit walten. Es ist gemalt, und ich hege den Glauben, dass es dauern wird, denn es ist stark wie alles, was vernünftig und gewissenhaft ist“ lautet die Inschrift des Gemäldes „Glaube an die Kunst“, das Heinz Zolper 1987 gemalt hat. Bild und Inschrift lesen sich geradezu als programmatische Aussage des Kölner Malers über seine künstlerische Intention. Hinter süßen, mit Blumen bekränzten Kindern spuckt ein Vulkan Feuer und Asche. Daneben zerbersten Wohnsilos unserer modernen Zivilisation. Inmitten dieser ´Apokalypse` sind die Kinder gleichsam die Garanten für Fortbestand und Zukunft der Menschheit. Dabei hat der Maler die Kinder in ihrer lieblichen Ausgestaltung derart stilisiert, dass man über die Qualität dieser Zukunft durchaus ins Grübeln geraten kann.