• Ausstellungsansicht Bart Vandevijvere
  • Ausstellungsansicht Nicole Bold
  • Ausstellungsansicht Rolf Schanko

Ausstellungen - Archiv - 2018

Eröffnung am 27. April 2018, von 18.00 -21.00 Uhr
Ausstellungsdauer: bis 16. Juni 2018

schanko 6Thema der dritten Einzelausstellung von Rolf Schanko in der Galerie Pamme-Vogelsang ist die Figur des Menschen.

 

In expressiven Zeichnungen verhandelt Rolf Schanko in seiner aktuellen Werkgruppe erneut die menschliche Figur. Jetzt begegnen uns in den Gemälden ganz neue Gestalten. Und wieder gerät der Betrachter in den Bann der kraftvollen Arbeiten, denen die Fragen von Sein und Werden in Zeit und Raum eingeschrieben sind.

 

Nach einer intensiven, langen Phase der abstrakten Malerei auf Leinwand wendet sich Rolf Schanko in den letzten Jahren zum Gegenständlichen: Landschaft, Mensch, Tier, Architektur.

 

schanko 8Abb. lks: Rolf Schanko, Figur 2, 2016, Kreide/Öl auf Papier, 100 x 70 cm, c: Rolf Schanko/VG Bild-Kunst, Bonn, 2018

 

Rolf Schanko zeichnet seine Figuren in einem sehr schnellen konzentrierten künstlerischen Prozess auf das am Boden liegende Blatt. Er selbst nennt  seinen Arbeitsprozess einen "Wettkampf", die physische Auseinandersetzung des Künstlers mit der Leiblichkeit seiner expressiven Gestalten. Die so gezeichneten Körper werden zu Bildkörpern - die Bildkörper zu Figuren. Nicht verwunderlich zeigt sich dabei eine geistige Verwandtschaft mit der existentiellen Malerei von Francis Bacon. 

schanko 62Abb. r: Rolf Schanko, Figur 3, Lks: Rolf Schanko, Mutter; Beide: 2016, Kreide/Öl auf Papier, c:Rolf Schanko/VG Bild-Kunst, Bonn, 2018

 

Die Philosophie von Maurice Merleau-Ponty ist Schankos intellektueller Rückhalt. Er selbst beschreibt:

„Unser >Bildkörper< verfügt quasi über eine organische Struktur, über eine >Legierung< aus den Bestandteilen persönlicher Historie von schwerster Enttäuschung bis zu jubilatorischen Augenblicken, über eine >Legierung< aus Wünschen, Traumata, Versagungen, Entfaltungswillen, Zuweisungen und Versprechen – und aktuellen Affekten.“

 

Am 24. Mai um 18 Uhr ist in der Galerie ein Künstlergespräch mit dem Kurator Martin Seidel, dem Verfasser des Einführungstextes des 2017 erschienenen Katalogs „Rolf Schanko, Gezeichnete Farbe“.


Noch bis zum 6. Mai 2018 sind ausgewählte Arbeiten von Rolf Schanko auch im Kunstverein Bad Nauheim ausgestellt - dort im Dialog mit Skulpturen von Stefan Rosendahl.

Im Kunstverein Bad Nauheim ist das Künstlergespräch am 4. Mai um 18 Uhr mit Gudrun Pamme-Vogelsang.
Ort: Galerie in der Trinkkuranlage Bad Nauheim, Ernst-Ludwig-Ring 1, Bad Nauheim

Vernissage am 06. April 2018, um 18.00 Uhr
Ausstellungsdauer: bis 06. Mai 2018

 

schanko 63Im Frühjahr 2016 war die Galerie vom Kunstverein Bad Nauheim eingeladen, sich und ihre Künstler als Gast in den Ausstellungsräumen des Vereins vorzustellen.

 

Jetzt freuen wir uns, jetzt eine Dialogausstellung mit unseren Künstlern Rolf Schanko und Stefan Rosendahl in den schönen Ausstellungsräumen der alten Trinkkuranlage in Bad Nauheim kuratieren zu dürfen.

 

Peter Krank, Erster Stadtrat Bad Nauheim und Jens Arnold, Vorsitzender Kunstverein Bad Nauheim eröffnen die Ausstellung am Freitag, 6.April um 19.00 Uhr.

 

Am Freitag, 4.Mai veranstalted der Kunstverein findet um 18.00 Uhr ein Künstlergespräch mit Rolf Schanko.

 

Die Ausstellung ist Dienstags bis Freitags von 15.00 - 18.00 Uhr, Samstags und Sonntags von 11.00 - 18.00 Uhr geöffnet.

Ort: Ernst-Ludwig-Ring 1 (Alte Trinkkuranlage); 61231 Bad Nauheim

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Abbildung oben: Rolf Schanko, Scheuchen, 2016, Kreide, Öl auf Papier, 133 x 171,5 cm

 

 

 

 

links: Stefan Rosendahl, In der Provinz, 2010, Kunststoff, 1000 x 400 x 140 cm

Eröffnung am 09. März 2018, um 18.00 Uhr
Ausstellungsdauer: bis 23. April 2018

bold 5Nicole Bold (*1969) setzt sich in ihrer Malerei mit der Natur und den klassischen Problemen der Malerei auseinander. Landschaften und Pflanzen sind dabei ihre Themen, die sie mit den Mitteln und in den Grenzen der Malerei zu ergründen sucht. Es ist die erste Einzelausstellung der Künstlerin in Köln in der aktuelle Arbeiten präsentiert werden.

 

Nur auf den ersten Blick scheint es sich bei den Gemälden von Nicole Bold um Landschaftsbilder zu handeln. Bei genauerer Betrachtung offenbart sich dann aber die komplexe künstlerische Auseinandersetzung mit den Grenzen des gemalten Bildes und dem (Ab-)Bild von Landschaft und Natur. Dabei weiß sie eine große Spannung zwischen den Gegensätzen von abstrakter und gegenständlicher Malerei, von Fläche und Raum, Flüchtigkeit und fester Struktur ebenso wie von Licht und Dunkelheit aufzubauen.

 

bold 6Nicole Bold malt vornehmlich mit Ölfarbe, die sie in vielen Schichten und Überlager-ungen auf die Leinwand aufträgt – mal als eine entrückende, tiefenräumlich wirkende Lasur, mal kraftvoll pastos. Dabei durchdringen und vernetzen sich geschlossene Farbflächen mit Linien, die Ahnungen und Erinnerungen von Naturereignissen und Wachstumsprozessen evozieren. Manchmal verschließt sie Teilflächen in Gänze und hält damit das Auge des Betrachters auf maximale Distanz.

 

Die Malerei von Nicole Bold ist im schönsten Sinne aufregend. Mit ihrer sinnlichen Haptik ziehen die Bilder den Betrachter in ihren Bann und verweigern sich zugleich jeder allzu schnellen oder einfachen Vereinnahmung. In einer guten, konzentrierten Unruhe sucht man mit der Künstlerin die Geheimnisse der den gemalten Land-schaftsräumen, dem Pflanzendschungel oder den Wasserspiegelungen innewohnt zu entlocken. Die Titel der Arbeiten, die meist sehr viel später nach Abschluss der Arbeit entstehen, helfen dabei nur bedingt. Die Titel verstärken eher die Ambivalenz und den Spannungsbogen in dem sich der Betrachter befindet.

 

bold 3Neben den Leinwandbildern zeigen wir eine Werkgruppe mit Ölmalerei auf Glas. In diesen Werken entsteht die Fiktion eines Naturraumes durch das Zusammenwirken von mehreren bemalten Glasplatten in einer Arbeit.

 

Am 19. April, während des Galerierundgangs im Rahmen der ART COLOGNE, ist die Künstlerin anwesend.

 

Nicole Bold ist in Überlingen am Bodensee aufgewachsen. Sie hat an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart studiert und war Meisterschülerin bei Peter Chevalier. 1998 erhielt sie das Eduard-Bargheer-Stipendium. Ihre Arbeiten finden sich in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen in Deutschland und in der Schweiz. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Biberach bei Ulm.


Abbildungen: Oben: Feuchte zieht durch die Luft, 2018, Öl auf Baumwolle, 130 x 170 cm; Mitte: ich habe das Grün eingepflanzt, 2017, Acryl, Öl auf Leinwand, 120 x 80 cm; Unten: Eingefangen (2017.3), 2017, Öl auf Glas, 25,5 x 52,5 cm 

Eröffnung am 19. Januar 2018, um 18.00 Uhr
Ausstellungsdauer bis 03. März 2018

 

vandevijvere 37Die lang erwartete dritte Einzelausstellung von Bart Vandevijvere in unserer Galerie versammelt Werke aus den letzten drei Jahren. In dieser Zeit hat Bart seine Kunst entscheidend weiterentwickelt.

 

Seine in früheren Arbeiten oft sichtbaren linearen Verläufe verdichten sich nun zu räumlichen, oft kubischen Gebilden - explosionsartiges Ausbreiten gewaltiger Kräfte von einem Zentrum her ist komplettiert von noch gewaltigeren Kräften, die sich in Implosionen zu Raumgebilden zusammenballen. Abstraktion trifft auf Konstruktivismus, Musik wird zu Raum, Geist zu Materie und Materie zu neuem Geist.

 

Text zur Ausstellung von Els Vermeersch

Article about the exhibition by Els Vermeersch

Abbildung: Bart Vandevijvere, Raum, 2017, Acryl auf Leinwand, 140 x 110 cm