Hans Purrmann

Hans Marsilius Purrmann (1880 – 1966) hatte erheblichen Einfluß auf die künstlerische Entwicklung im Deutschland der Nachkriegszeit. Er war im Vorstand und Jurymitglied des Deutschen Künstlerbund und verstand es – auch auf Grund seines ausgeprägten Qualitätsempfindens – dort zwischen den Anhängern der abstrakten und der gegenständlichen Malerei zu vermitteln. Dabei pflegte Purrmann in seinen Werken einen sehr individuellen, ganz eigenen Stil.

Während der Herrschaft der Nationalsozialisten galt seine Kunst als entartet. 1935 aus Deutschland nach Italien geflohen arbeitete er als ehrenamtlicher Leiter der Villa Romana in Florenz, die er mit Unterstützung seiner Frau Mathilde (geb. Vollmoeller) zu einem Kunstzentrum entwickelte, in dem sich zahlreiche in Deutschland geächtete Künstler und Kunstliebhaber trafen.

Lebensdaten:
Bis 1895 Volksschule, Malerlehre im väterlichen Betrieb
1895 – 1897 Besuch der Kunstgewerbeschule in Karlsruhe, u.a. bei Rudolf Levy
1897 – 1905 Studium an der Akademie der Bildenden Künste München u.a. bei Franz von Stuck; Bekanntschaft mit u.a. Wassily Kandinsky, Paul Klee und Albert Weisgerber
1905  Umzug nach Berlin; Freundschaft mit Max Liebermann und Max Slevogt; Aufnahme in die Berliner Secession; Aufnahme in die Galerie von Paul Cassirer
1906  Umzug nach Paris; dort regelmäßiger Besucher des Café du Dôme und Bekanntschaft mit u.a. Oskar Moll, Theodor Heuss, Wilhelm Uhde
  Im Salon von Gertrude Stein Bekanntschaft mit Georges Braque, Henri Matisse, Pablo Picasso u.a.
1908 – 1911 Organisation und Verwaltung der „Académie Matisse“; Ausbildung bei Henri Matisse
1912  Hochzeit mit der Malerin Mathilde Vollmoeller
1914  Der 1. Weltkrieg erzwingt die Rückkehr nach Deutschland; zuerst in Beilstein, ab 1917 in Berlin
1923 – 1928 Rom, und Sommeraufenthalte in Langenargen am Bodensee
1935  Flucht aus Deutschland nach Florenz
1935 – 1943 Leitung der Villa Romana in Florenz; Bekanntschaft u.a. mit Eduard Bargheer, Kasimir Edschmid, Werner Gilles, Monika Mann, Toni Stadler
1943  Flucht in die Schweiz; Tod von Mathilde Purrmann
1944  Freundschaft mit Hermann Hesse und Gunter Böhmer
1950  Rückkehr nach Deutschland; Ehrenbürger der Stadt Speyer
1951  Korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
1955  Berliner Kunstpreis; Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der BRD
1957  Kunstpreis Rheinland-Pfalz
1961  Komtur Verdienstorden der Italienischen Republik
1961  Stefan Lochner Medallie der Stadt Köln
1962  Officier Ordre des Arts et des Lettres; Bayerischer Verdienstorden
1964  Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der BRD mit Stern

 
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Während der Herrschaft der Nationalsozialisten galt seine Kunst als entartet. 1935 aus Deutschland nach Italien geflohen arbeitete er als ehrenamtlicher Leiter der Villa Romana in Florenz, die er mit Unterstützung seiner Frau Mathilde (geb. Vollmoeller) zu einem Kunstzentrum entwickelte, in dem sich zahlreiche in Deutschland geächtete Künstler und Kunstliebhaber trafen.

Lebensdaten:
Bis 1895 Volksschule, Malerlehre im väterlichen Betrieb
1895 – 1897 Besuch der Kunstgewerbeschule in Karlsruhe, u.a. bei Rudolf Levy
1897 – 1905 Studium an der Akademie der Bildenden Künste München u.a. bei Franz von Stuck; Bekanntschaft mit u.a. Wassily Kandinsky, Paul Klee und Albert Weisgerber
1905  Umzug nach Berlin; Freundschaft mit Max Liebermann und Max Slevogt; Aufnahme in die Berliner Secession; Aufnahme in die Galerie von Paul Cassirer
1906  Umzug nach Paris; dort regelmäßiger Besucher des Café du Dôme und Bekanntschaft mit u.a. Oskar Moll, Theodor Heuss, Wilhelm Uhde
  Im Salon von Gertrude Stein Bekanntschaft mit Georges Braque, Henri Matisse, Pablo Picasso u.a.
1908 – 1911 Organisation und Verwaltung der „Académie Matisse“; Ausbildung bei Henri Matisse
1912  Hochzeit mit der Malerin Mathilde Vollmoeller
1914  Der 1. Weltkrieg erzwingt die Rückkehr nach Deutschland; zuerst in Beilstein, ab 1917 in Berlin
1923 – 1928 Rom, und Sommeraufenthalte in Langenargen am Bodensee
1935  Flucht aus Deutschland nach Florenz
1935 – 1943 Leitung der Villa Romana in Florenz; Bekanntschaft u.a. mit Eduard Bargheer, Kasimir Edschmid, Werner Gilles, Monika Mann, Toni Stadler
1943  Flucht in die Schweiz; Tod von Mathilde Purrmann
1944  Freundschaft mit Hermann Hesse und Gunter Böhmer
1950  Rückkehr nach Deutschland; Ehrenbürger der Stadt Speyer
1951  Korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
1955  Berliner Kunstpreis; Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der BRD
1957  Kunstpreis Rheinland-Pfalz
1961  Komtur Verdienstorden der Italienischen Republik
1961  Stefan Lochner Medallie der Stadt Köln
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