Arthur Illies

1892 brach der junge Karl Wilhelm Arthur Illies (1870 – 1952) sein Studium an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in München ab, um an seinen Heimatort Hamburg zurück zu kehren. Unterstützt von Alfred Lichtwark, Direktor der Hamburger Kunsthalle, wurde Illies schnell als „genialer Grafiker“ bekannt und konnte sich als freier Maler und Grafiker etablieren.

Illies wurde Mitglied des „Hamburger Künstlerverein von 1832“ und 1897 Mitbegründer des Hamburgischen Künstlerclub, für den er in Folge zahlreiche Plakate und Mappendeckel für die vom Club herausgegebenen Grafikmappen entwarf. In der Zeit von 1895 bis 1908 lehrte Illies an der „Malschule für Damen“; im Oktober 1908 begann er eine Lehrtätigkeit (Akt- und Kopfzeichnen) an der Staatlichen Kunstgewerbeschule in Hamburg.

1914 beteiligte sich Illies an der Kölner Werkbundausstellung. Trotz seiner Freistellung vom Kriegsdienst gelangte er 1916 im Auftrag des Museums für Hamburgische Geschichte für 3 Monate als Kriegsmaler an die Front. Nach seiner Rückkehr von der Front widmete sich Illies erstmals auch religiösen Motiven.

1919 übernahm Illies an der Kunstgewerbeschule die Fachklasse für Tafelmalerei und Grafik, 1926 wurde er zum Professor ernannt.

1924 wurde Illies Mitglied in der Freimaurerloge „Zum Pelikan“. Als Professor wurde Illies bereits 1933 pensioniert. Er galt als Repräsentant der „Deutschen Kunst“, wurde schon Anfang 1933 Mitglied bei der NSDAP bei und war im „Kampfbund für deutsche Kultur“, der 1934 aufgelöst und in die „NS-Kulturgemeinde“ integriert wurde. In wie weit Illies persönliche Vorteile durch sein frühes nationalsozialistisches Engagement ziehen konnte, ist nicht überliefert.

Illies war ein begehrter Maler, der mit seinen Jugendstil und Landschaftsarbeiten brillierte und sich damit einen breiten Sammler- und Liebhaberkreis erschloss. So erwarb der Kunstverein in Hamburg z.B. 1894 zwei Landschafts-Studien für seine Jahreslotterie, in die Hamburger Kunsthalle gelangten 1896 zwei weitere Gemälde, der Unternehmer Henry B. Simms erstand gleich 14 Alstertalbilder für seine Sammlung und betraute Illies mit der Gestaltung von großformatigen Wandgemälden im Jugendstil für seine Villa in Harvestehude. Auch die Kirche bemühte sich um Arbeiten von Illies, der sowohl die Erlöserkirche in Hamburg-Borgfelde ausmalte, als auch ein Altargemälde für die Phillipuskirche in Hamburg –Eimsbüttel erstellte.

Als Grafiker arbeitete Illies innovativ, entwickelte neue Drucktechniken und zählte zur Avangarde. Er schuf Grafiken für die Zeitschrift PAN und gelangte während seiner Lebzeiten 8 Mal in die Auswahl der Griffelkunst-Vereinigung, die später auch einige einfarbige Nachdrucke von seinen Arbeiten in ihr Programm aufnahm.

Arbeiten von Arthur Illies finden sich vor allem im Norddeutschen Raum. Sein Nachlass wird außerdem von der Arthur und Georg Illies Familien Stiftung betreut.

Werke
 
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Illies wurde Mitglied des „Hamburger Künstlerverein von 1832“ und 1897 Mitbegründer des Hamburgischen Künstlerclub, für den er in Folge zahlreiche Plakate und Mappendeckel für die vom Club herausgegebenen Grafikmappen entwarf. In der Zeit von 1895 bis 1908 lehrte Illies an der „Malschule für Damen“; im Oktober 1908 begann er eine Lehrtätigkeit (Akt- und Kopfzeichnen) an der Staatlichen Kunstgewerbeschule in Hamburg.

1914 beteiligte sich Illies an der Kölner Werkbundausstellung. Trotz seiner Freistellung vom Kriegsdienst gelangte er 1916 im Auftrag des Museums für Hamburgische Geschichte für 3 Monate als Kriegsmaler an die Front. Nach seiner Rückkehr von der Front widmete sich Illies erstmals auch religiösen Motiven.

1919 übernahm Illies an der Kunstgewerbeschule die Fachklasse für Tafelmalerei und Grafik, 1926 wurde er zum Professor ernannt.

1924 wurde Illies Mitglied in der Freimaurerloge „Zum Pelikan“. Als Professor wurde Illies bereits 1933 pensioniert. Er galt als Repräsentant der „Deutschen Kunst“, wurde schon Anfang 1933 Mitglied bei der NSDAP bei und war im „Kampfbund für deutsche Kultur“, der 1934 aufgelöst und in die „NS-Kulturgemeinde“ integriert wurde. In wie weit Illies persönliche Vorteile durch sein frühes nationalsozialistisches Engagement ziehen konnte, ist nicht überliefert.

Illies war ein begehrter Maler, der mit seinen Jugendstil und Landschaftsarbeiten brillierte und sich damit einen breiten Sammler- und Liebhaberkreis erschloss. So erwarb der Kunstverein in Hamburg z.B. 1894 zwei Landschafts-Studien für seine Jahreslotterie, in die Hamburger Kunsthalle gelangten 1896 zwei weitere Gemälde, der Unternehmer Henry B. Simms erstand gleich 14 Alstertalbilder für seine Sammlung und betraute Illies mit der Gestaltung von großformatigen Wandgemälden im Jugendstil für seine Villa in Harvestehude. Auch die Kirche bemühte sich um Arbeiten von Illies, der sowohl die Erlöserkirche in Hamburg-Borgfelde ausmalte, als auch ein Altargemälde für die Phillipuskirche in Hamburg –Eimsbüttel erstellte.

Als Grafiker arbeitete Illies innovativ, entwickelte neue Drucktechniken und zählte zur Avangarde. Er schuf Grafiken für die Zeitschrift PAN und gelangte während seiner Lebzeiten 8 Mal in die Auswahl der Griffelkunst-Vereinigung, die später auch einige einfarbige Nachdrucke von seinen Arbeiten in ihr Programm aufnahm.

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