• Matthias Pabsch: Biotopia
  • Bart Vandevijvere: Pitch
  • Marcel Friedrich Weber - Stefan Rosendahl: abgeformt
  • Künstler der Galerie und Gastkünstler

Ausstellungen - Archiv - 2020

Eröffnung am 26. Juni 2020, von 18 bis 23 Uhr
Ausstellungsdauer: bis 29. August 2020

page 4Unsere Sommerausstellung 2020 präsentiert sich heiter bis tiefgründig-sommerlich frisch und steht damit ganz in der Tradition unserer Mitt-Sommer Ausstellungen der vergangenen Jahre. Erneut haben wir eine große Zahl von Künstlern aus der Zeit von ca. 1950 bis zur Gegenwart nebeneinander gesetzt und in miteinander in Beziehung gebracht. Die Positionen selbst könnten unterschiedlicher kaum sein, das zeigt sich schon an den Künstlerpersönlichkeiten, die hier versammelt sind: A wie Joannis Avramidis bis Z wie Heinz Zolper.

 

Die Gegenüberstellung erzeugt Spannungen, erlaubt Kunstentwicklungen nach zu vollziehen und ermöglicht neue Perspektiven und interessante inhaltliche Detail zu entdecken.

 

Mehr zur Ausstellung und den ausgestellten Künstlern lesen Sie auf der folgenden Seite.

Abb.: Robin Page, Insel, 1974, Siebdruck; Edgar Tezak-Neogy, Südseeparadiesszenen mit Frosch und Echsen, Blatt 1, 1982, Gouache; beide: ©Gudrun Pamme-Vogelsang, 2020

Eröffnung am: 22. Mai 2020, von 18 bis 21 Uhr
Ausstellungsdauer bis: 20. Juni 2020

weber marcel 2Unter dem Titel „Abgeformt“ zeigen wir vom 22. Mai bis zum 20. Juni eine Dialogausstellung mit Arbeiten von Marcel Friedrich Weber und Stefan Rosendahl.


Gemeinsam ist den Bildhauern, dass sie mit dem Mittel der Abformung Mensch und Welt zu ergründen suchen. Darüber hinaus arbeiten sie jedoch gänzlich verschieden. So entsteht in der Ausstellung eine zusätzliche Spannung, die dem Besucher unerwartete neue Zugänge zur Kunst der beiden Bildhauer öffnen.

 

Marcel Friedrich Weber (*1989) studierte an der Kunsthochschule Mainz und zeigt seit 2011 seine skulpturalen Bilderfindungen. Diese schöpft er aus den Materialien Stoff, Gips, Beton sowie Artefakten aus dem Bauwesen. Mittels selbstgenähter Stoffhüllen kreiert er seine Abformungen in Gips und Beton. Dabei entstehen abstrakte Formen mit ungemein feinen Oberflächen die im Gegensatz zur Schwere des Betons bzw. des Gips stehen. Dieser Antagonismus zwischen fließender und fester Stofflichkeit weiß der Bildhauer in poetische Narrativen zu verdichten.

 

rosendahl nasenDie Spannung in den Arbeiten von Stefan Rosendahl (*1970), der an der Kunstakademie Münster studierte, entsteht durch Reduktion, Material, Farbe und Monumentalisierung, die im Kontrast zu ihrer jeweiligen bildnerischen Vorlage steht. Vornehmlich nimmt Rosendahl an seinem eigenen Körper Maß. Die Anthropometrie, die Idee um die exakte Bestimmung menschlicher Maßverhältnisse, ist gleichsam die Basis von der aus Stefan Rosendahl seine bildhauerischen Arbeiten entwickelt um grundsätzliche Fragen der Bildhauerei und des Menschenbildes zu verhandeln.

 

Abb.: Marcel Friedrich Weber, Narr, 2017, Gips, Flusen, Kunststoff, 62 x 64 x 86 cm, © Marcel Friedrich Weber, 2020; Stefan Rosendahl, Installationsansicht: in situ II (ordoror ergo sum) installiert im Archäologischen Museum Münster, 2017, Kunststoff, Höhe jeweils 41 cm, ©Stefan Rosendahl/VG Bild-Kunst, Bonn, 2019

Ausstellungswechsel am: 27. März 2020, um 18 Uhr
Ausstellungsdauer: bis 16. Mai 2020

vandevijvere 78Indem der Belgier Bart Vandevijvere (* 1961) Geräuschen, Tönen, Musikstücken Farbe und Form gibt, verdichtet er Zeiträume in einem einzigen Raum-Zeit Kontinuum. Bei ihm scheint die zweidimensionale Leinwand nicht nur die dritte Raumdimension, sondern auch die Zeitdimension einzunehmen. Dabei besteht die Zeit in seinen Malereien nicht aus einem Zeitpunkt oder einem kurzen Augenblick, sondern aus dem Zeitraum, den das gesamte Klangstück einnimmt.

 

Wie das Klang- und Musikstück den Zeitraum gliedert, sein „gleichmäßiges“, unpointiertes Dahinfließen in ein mal schnelleres, mal langsameres Geschehen zerhackt, so stellen sich auch Bart Vandevijveres Leinwände dar. Seine Kunst ist es, solche Zeit-Raum Klänge in Bilder zu fassen, die präzise nachzeichnen, was er erlebt hat als er gehört hat.

 

vandevijvere 81So scheint in „Abstract (present continuous)“ ein „Raum“stück durch karge Landschaft zu „torkeln“. In anderen Bildern meint man beim ersten Blick eine Explosion zu sehen, nur um dann festzustellen, dass es sich wohl doch nicht um eine Explosion handeln kann, denn statt ein eindeutiges Zentrum auszumachen bildet sich die Erkenntnis, dass sich das dargestellte Erleben aus vielfältigen Rekursionen zusammenstellt.

 

Wo zeitgenössische Komponisten zu Bildern und Grafiken greifen, weil die überlieferte, fortlaufende Notenschrift nicht ausreicht, um ihre Kompositionen zu beschreiben, geht Vandevijvere den umgekehrten Weg - er transformiert die Musik (zurück) in Bilder und beraubt sie dabei gänzlich ihrer sequentiellen Struktur. In seinen Bildern wird (die vergängliche, sich in immer schwächern Wellen ausbreitende) Musik zu einem Gegenstand im Raum, der die Musik "festhält".

 

Bart Vandevijveres Kunst sprüht vor Leben, vor Farbe und Dynamik – und setzt gleichzeitig Ruhepunkte, die den notwendigen Halt geben, um nicht im Strudel der Dynamik unter zu gehen.

 

Wir freuen uns auf die inzwischen vierte Einzelausstellung mit Bart Vandevijvere in unserer Galerie und die Gelegenheit, seine Kunst mit Ihnen zu teilen.

Abb.: Bart Vandevijvere, Abstract (present continuous), 2017, Acryl auf Leinwand, 80 x 60 cm; Bart Vandevijvere, Merry-go-round and round, 2019, Acryl auf Leinwand, 100 x 80 cm; sämtlich ©Bart Vandevijvere, 2019

Eröffnung am 24. Januar 2020, von 18 bis 21 Uhr
Ausstellungsdauer: bis 21. März 2020

pabsch 72Matthias Pabsch zeigt in seiner mittlerweile 5. Einzelausstellung in unserer Galerie neue Skiagraphien, Trace-Arbeiten und Raum-Plastiken. Die ausgestellten Werke entstanden überwiegend in den Jahren 2019 und in den ersten Tagen von 2020.

 

Der Künstler ist zur Ausstellungseröffnung anwesend.

 

Wenn Sie diesem Link folgen, gelangen Sie zur Pressenotiz - Mehr zur Ausstellung finden Sie auf der folgenden Seite.

Abb.: Matthias Pabsch, Trace (Cosmos) 2017_21, 2017, Acryl und Kunstharz auf Kupfer, 25 x 25 x 2,5 cm, © Matthias Pabsch/Gudrun Pamme-Vogelsang, 2019