Bernard Schultze

In Memoriam des Künstlerpaar Ursula Schultze-Bluhm(1921 - 1999) und Bernd Schultze (1915 – 2005) hat das Museum Ludwig in Köln, welches einen großen Teil des Nachlasses des Künstlerpaars beherbergt, die 2017 Projektreihe „Schultze Projekts“ aufgelegt. Hierbei werden im Zweijahresrhythmus Künstler*innen eingeladen, ein Großformat für die Stirnwand im Treppenhaus des Museums zu gestalten. Das Großformat, ein zentrales Thema in Bernard Schultzes Spätwerk, bekommt damit einen prominenten Raum im Kölner Kunstleben und erinnert an das lange und prägende Wirken des „Schultze-Paares“ in der Domstadt.

Bernd Schultze zählt zu den bedeutenden deutschen Malern des Informel in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert. Er entwickelte einen Stil lyrisch-abstrakter Malerei, der, voller Farben und fast „wimmeliger“ Detailergebenheit dem Betrachter zahllose Anknüpfpunkte für die Natur, Wald, Gewächse, Verwurzelung liefert und damit zu eigenen Geschichten animiert. Die Arbeiten des jungen Bernd Schultze wurden 1944 im 2. Weltkrieg in Berlin zerstört.

Mit seinen in den 1960er Jahren erstmals geschaffenen Skulpturen, den von ihm so genannten Migofs, wird die Kunst von Bernard Schultze erstmals dreidimensional. Seine bisher gezeichneten filigranen Figuren treten aus dem Bildraum und werden „real“. Migofs sind wie der Künstler beschreibt, Geschöpfe die „zwischen den anderen Geschöpfen stehen, zwischen Tier, Pflanze, Mensch“ mit allem was dazu gehört: Haut, Körper, Skelett, Sinnesempfängern. In den 1970er Jahren, wohl unter dem Einfluß der Pop Art, beginnt er, seine Geschöpfe in die Konsumwelt und Konsumartikel zu stellen. Seit den 1980er Jahren und bis zu seinem Tod widmete sich Bernard Schultze intensiv dem Großgemälde, der Besetzung der Fläche.

Bernhard Schultze nahm drei Mal an der documenta in Kassel teil, war Mitglied im Deutschen Künstlerbund und Träger des Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

Einige Lebensdaten:
1934 – 1939 Studium an der Hochschule für Kunsterziehung in Berlin und an der Kunstakademie Düsseldorf
1939 – 1945 Soldat
1947 – 1951 Ausstellungen in Moderne Galerie Egon Müller, Mannheim
1952 – 1954 Veröffentlichung von 3 Büchern mit grafischen Texturen in der Eremitenpresse von Victor Otto Stomps
1952  Gründung der Künstlergruppe Quadiga (Informel) gemeinsam mit Karl-Otto Götz, Otto Greis und Heinz Kreutz
1955  Heirat mit Ursula Bluhm
1955 / 1956 Suermondt Museum, Aachen
1959  Teilnehmer der documenta II in Kassel
1962  Musée des Beaux Arts, La Chaux-de-Fonds
1964  Teilnehmer der documenta III in Kassel
1965  Howard Wise Gallery, NY
1966  Wilhelm-Loth Preis
1967  London Arts Gallery, Detroit
1968  Umsiedlung nach Köln
1970  Museum Bochum - Kunstsammlung
1971  Centre National d’Art Contemporain, Paris
1974  Museum Boymans van Beuningen, Rotterdam
1972 – 1992 Mitglied der Akademie der Künste (Berlin); Beendigung durch Austritt
1977  Teilnehmer der documenta 6 in Kassel
1979  Künstlerhaus Wien
1980  Hamburger Kunsthalle
1981 / 1981 Retrospektive „Im Labyrinth – Werke 1940 – 1980“ in Städtische Kunsthalle, Düsseldorf, Akademie der Künste, Berlin, Frankfurter Kunstverein, Saarland Museum, Saarbrücken“
1984  Hessischer Kulturpreis
1984 / 1985 „Bernard Schultze – Papier-Arbeiten 1946 – 1983“ in Albertina, Wien, Rheinisches Landesmuseum, Bonn, Kunsthalle Tübingen, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen, Kunsthalle Nürnberg
1986  Lovis-Corinth-Preis der Künstlergilde Esslingen
1989  Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen
1994 – 1996 „Das große Format“ in Museum Ludwig, Köln, Joseph-Haubrich-Kunsthalle, Köln, Galeria d’arte Moderna, Bologna, Deutsches Kulturinstitut / Goethe Institut, Bologna, Museum für Bildende Künste, Budapest
1998  Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
2000  „Neuenahr-Zyklus, Bleistiftzeichnungen“ im Museum Ludwig, Köln
2000  Villa Wessel, Iserlohn
2002  Binding-Kulturpreis (für die Maler der Künstlergruppe Quadriga)
2003  „Migof Barok – Bernhard Schultze zum 90. Geburtstag“ Museum Ludwig, Köln
2015  Zahlreiche Museumsausstellung zum 100. Geburtstag

Werke
 
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Bernd Schultze zählt zu den bedeutenden deutschen Malern des Informel in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert. Er entwickelte einen Stil lyrisch-abstrakter Malerei, der, voller Farben und fast „wimmeliger“ Detailergebenheit dem Betrachter zahllose Anknüpfpunkte für die Natur, Wald, Gewächse, Verwurzelung liefert und damit zu eigenen Geschichten animiert. Die Arbeiten des jungen Bernd Schultze wurden 1944 im 2. Weltkrieg in Berlin zerstört.

Mit seinen in den 1960er Jahren erstmals geschaffenen Skulpturen, den von ihm so genannten Migofs, wird die Kunst von Bernard Schultze erstmals dreidimensional. Seine bisher gezeichneten filigranen Figuren treten aus dem Bildraum und werden „real“. Migofs sind wie der Künstler beschreibt, Geschöpfe die „zwischen den anderen Geschöpfen stehen, zwischen Tier, Pflanze, Mensch“ mit allem was dazu gehört: Haut, Körper, Skelett, Sinnesempfängern. In den 1970er Jahren, wohl unter dem Einfluß der Pop Art, beginnt er, seine Geschöpfe in die Konsumwelt und Konsumartikel zu stellen. Seit den 1980er Jahren und bis zu seinem Tod widmete sich Bernard Schultze intensiv dem Großgemälde, der Besetzung der Fläche.

Bernhard Schultze nahm drei Mal an der documenta in Kassel teil, war Mitglied im Deutschen Künstlerbund und Träger des Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

Einige Lebensdaten:
1934 – 1939 Studium an der Hochschule für Kunsterziehung in Berlin und an der Kunstakademie Düsseldorf
1939 – 1945 Soldat
1947 – 1951 Ausstellungen in Moderne Galerie Egon Müller, Mannheim
1952 – 1954 Veröffentlichung von 3 Büchern mit grafischen Texturen in der Eremitenpresse von Victor Otto Stomps
1952  Gründung der Künstlergruppe Quadiga (Informel) gemeinsam mit Karl-Otto Götz, Otto Greis und Heinz Kreutz
1955  Heirat mit Ursula Bluhm
1955 / 1956 Suermondt Museum, Aachen
1959  Teilnehmer der documenta II in Kassel
1962  Musée des Beaux Arts, La Chaux-de-Fonds
1964  Teilnehmer der documenta III in Kassel
1965  Howard Wise Gallery, NY
1966  Wilhelm-Loth Preis
1967  London Arts Gallery, Detroit
1968  Umsiedlung nach Köln
1970  Museum Bochum - Kunstsammlung
1971  Centre National d’Art Contemporain, Paris
1974  Museum Boymans van Beuningen, Rotterdam
1972 – 1992 Mitglied der Akademie der Künste (Berlin); Beendigung durch Austritt
1977  Teilnehmer der documenta 6 in Kassel
1979  Künstlerhaus Wien
1980  Hamburger Kunsthalle
1981 / 1981 Retrospektive „Im Labyrinth – Werke 1940 – 1980“ in Städtische Kunsthalle, Düsseldorf, Akademie der Künste, Berlin, Frankfurter Kunstverein, Saarland Museum, Saarbrücken“
1984  Hessischer Kulturpreis
1984 / 1985 „Bernard Schultze – Papier-Arbeiten 1946 – 1983“ in Albertina, Wien, Rheinisches Landesmuseum, Bonn, Kunsthalle Tübingen, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen, Kunsthalle Nürnberg
1986  Lovis-Corinth-Preis der Künstlergilde Esslingen
1989  Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen
1994 – 1996 „Das große Format“ in Museum Ludwig, Köln, Joseph-Haubrich-Kunsthalle, Köln, Galeria d’arte Moderna, Bologna, Deutsches Kulturinstitut / Goethe Institut, Bologna, Museum für Bildende Künste, Budapest
1998  Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
2000  „Neuenahr-Zyklus, Bleistiftzeichnungen“ im Museum Ludwig, Köln
2000  Villa Wessel, Iserlohn
2002  Binding-Kulturpreis (für die Maler der Künstlergruppe Quadriga)
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