Fred Thieler

Seit 1992 wird der von Fritz Wilhelm Richard „Fred“ Thieler (1916 – 1999) gestiftete „Fred Thieler“ Preis erst jährlich, ab 2007 alle 2 Jahre immer am 17. März, dem Geburtstag des Stifters in der Berlinischen Galerie vergeben. Der Preis ist mit 10.000 € dotieret. Laut Stiftungsurkunde von Fred Thieler zeichnet die Jury Künstler aus, „die ihren Lebens- und Schaffensmittelpunkt in Deutschland haben und deren Werk abseits vom aktuellen Geschehen Zeichen in der Entwicklung zeitgenössischer Kunst setzt.“

Der Stifter Fred Thieler war 2-maliger Teilnehmer an der documenta in Kassel, langjähriger Professor an der Hochschule für Bildende Künstler Berlin, Träger des Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, Verfolgter (Fred Thielers Mutter war Jüdin) und Widerständler – er zählt zu dem Unterstützerkreis der Gruppe „Weisse Rose“ in der Zeit des Nationalsozialismus und zählt zu den herausragenden deutschen Malern des Informel.

Einige Lebensdaten:
1937  Immatrikulation im Fach Medizin an der Albertina in Königsberg
1938 – 1941 Wehrdienst / Kriegsdienst in Polen und Frakreich
1941  Entlassung aus dem Kriegsdienst aus „rassischen“ Gründen und generelles Studienverbot
1941  Einschreibung in der privaten Mal- und Zeichenschule „Die Form“ von Heinrich „Hein“ König in München, dort Bekanntschaft mit Alexander Schmorell, dem Mitbegründer der NS-Widerstandsgruppe „Weisse Rose“
1941 – 1945 nach Fred Thieler wird immer wieder gefahndet, er findet Unterschlupf bei verschiedenen Freunden und Gleichgesinnten, betreibt aktiv Widerstand, versteckt seine illegal nach München gebrachte Mutter und 1945 auch einen aus der Militärstrafanstalt geflohenen Häftling
1946 – 1950 Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München (Klasse Karl Caspar)
1950  „Gast“ an der ersten Gruppenausstellung der Gruppe ZEN 49 in München
1951 – 1953 Aufenthalt in Paris und Arbeit im „Atelier 17“ des britischen Radierer und Grafiker Stanley William Hayter; Bekanntschaft mit u.a. Hans Hartung, Serge Poliakoff und Pierre Soulages
1952  Aufnahme in die Gruppe ZEN 49
1953  Mitglied der „Neuen Gruppe München“; Soloausstellung in der Galerie Suzanne Michel, Paris
1954  Aufnahme in den Deutschen Künstlerbund
1955  Teilnehmer an der ersten Nachkriegsausstellung deutscher Kunst in Paris im Cercle Volney
1959  Teilnehmer an der documenta II, Kassel
1959 – 1981 Professur an der Hochschule für Bildende Künstler Berlin
1964  Teilnehmer an der documenta III, Kassel
1965 – 1966 Gestaltung des Innenraum der Heilig Geist Kirche in Emmerich u.a. mit 14 Kreuzwegstationen
1972 – 1973 Gastprofessor am College of Art and Design in Minneapolis
1976 – 1983 offizieller Vertreter der Bundesrepublik Deutschland (über die IGBK) in der International Association of Art (IAA)
1978  Mitglied der „Neuen Darmstädter Sezession“ und der „Akademie der Künste“
1979 – 1983 Vizepräsident der IAA
1984  Teilnehmer an der von Kaspar König kuratierten Ausstellung „von hier aus – Zwei Monate neue deutsche Kunst in Düsseldorf“ in der Düsseldorfer Messehalle 13
1985  Preisträger Lovis-Corinth-Preis; Verleihung des Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
1989  Deckengemälde „Nachthimmel“ (18 x 11 m) im Residenztheater in München
1991  Stiftung des Fred-Thieler-Preis
1995  Soloausstellung in der Berlinischen Galerie im Martin-Gropius-Bau
1997  Soloausstellung in der Villa Wessel in Iserlohn
2018  große Fred Thieler Retrospektive in der Villa Wessel, Iserlohn

Werke
 
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Der Stifter Fred Thieler war 2-maliger Teilnehmer an der documenta in Kassel, langjähriger Professor an der Hochschule für Bildende Künstler Berlin, Träger des Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, Verfolgter (Fred Thielers Mutter war Jüdin) und Widerständler – er zählt zu dem Unterstützerkreis der Gruppe „Weisse Rose“ in der Zeit des Nationalsozialismus und zählt zu den herausragenden deutschen Malern des Informel.

Einige Lebensdaten:
1937  Immatrikulation im Fach Medizin an der Albertina in Königsberg
1938 – 1941 Wehrdienst / Kriegsdienst in Polen und Frakreich
1941  Entlassung aus dem Kriegsdienst aus „rassischen“ Gründen und generelles Studienverbot
1941  Einschreibung in der privaten Mal- und Zeichenschule „Die Form“ von Heinrich „Hein“ König in München, dort Bekanntschaft mit Alexander Schmorell, dem Mitbegründer der NS-Widerstandsgruppe „Weisse Rose“
1941 – 1945 nach Fred Thieler wird immer wieder gefahndet, er findet Unterschlupf bei verschiedenen Freunden und Gleichgesinnten, betreibt aktiv Widerstand, versteckt seine illegal nach München gebrachte Mutter und 1945 auch einen aus der Militärstrafanstalt geflohenen Häftling
1946 – 1950 Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München (Klasse Karl Caspar)
1950  „Gast“ an der ersten Gruppenausstellung der Gruppe ZEN 49 in München
1951 – 1953 Aufenthalt in Paris und Arbeit im „Atelier 17“ des britischen Radierer und Grafiker Stanley William Hayter; Bekanntschaft mit u.a. Hans Hartung, Serge Poliakoff und Pierre Soulages
1952  Aufnahme in die Gruppe ZEN 49
1953  Mitglied der „Neuen Gruppe München“; Soloausstellung in der Galerie Suzanne Michel, Paris
1954  Aufnahme in den Deutschen Künstlerbund
1955  Teilnehmer an der ersten Nachkriegsausstellung deutscher Kunst in Paris im Cercle Volney
1959  Teilnehmer an der documenta II, Kassel
1959 – 1981 Professur an der Hochschule für Bildende Künstler Berlin
1964  Teilnehmer an der documenta III, Kassel
1965 – 1966 Gestaltung des Innenraum der Heilig Geist Kirche in Emmerich u.a. mit 14 Kreuzwegstationen
1972 – 1973 Gastprofessor am College of Art and Design in Minneapolis
1976 – 1983 offizieller Vertreter der Bundesrepublik Deutschland (über die IGBK) in der International Association of Art (IAA)
1978  Mitglied der „Neuen Darmstädter Sezession“ und der „Akademie der Künste“
1979 – 1983 Vizepräsident der IAA
1984  Teilnehmer an der von Kaspar König kuratierten Ausstellung „von hier aus – Zwei Monate neue deutsche Kunst in Düsseldorf“ in der Düsseldorfer Messehalle 13
1985  Preisträger Lovis-Corinth-Preis; Verleihung des Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
1989  Deckengemälde „Nachthimmel“ (18 x 11 m) im Residenztheater in München
1991  Stiftung des Fred-Thieler-Preis
1995  Soloausstellung in der Berlinischen Galerie im Martin-Gropius-Bau
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