Günter Grass

Günter Grass (1927 – 2015) hat nach seinem Kriegsdienst und der Kriegsgefangenschaft ein kurzes Praktikum bei einem Steinmetz absolviert, bevor er von 1948 bis 1952 an der Kunstakademie Düsseldorf Bildhauerei bei Josef Mages und Grafik bei Otto Pankok studierte. Von 1953 bis 1956 studierte er dann weiter an der Hochschule für Bildende Künste Berlin bei dem Bildhauer Karl Hartung.

Viele Arbeiten von Günter Grass entstanden als Illustrationen seiner literarischen Werke, mit denen er weltberühmt wurde und für die er 1999 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde. Vor allem in Deutschland ist Günter Grass auch als vehementer Unterstützer der SPD (vor allem auch in der Person von Willy Brand und Gerhard Schröder) und der Forderungen der Grünen, sowie als politisch engagierter Intellektueller bekannt. Und last but not least hat sein jahrzehntelanges öffentliches Schweigen über seine tatsächliche Rolle in den letzten Jahren der NS-Herrschaft für viele aufgeregte Diskussionen und Kommentare gesorgt.

Die zunehmende literarische Tätigkeit von Günter Grass ließ wenig Raum für seine bildhauerischen Interessen. Für Grafiken, Zeichnungen und Aquarelle, mit denen er seine Literatur illustrierte, blieb jedoch ausreichend Zeit und die in zahlreiche Museen und Sammlungen Eingang fanden. Seine zahllosen Ehrungen erhielt Grass jedoch für sein literarisches Werk, mit dem er 1956 erstmals als Lyriker debütierte und 1959 seinen Durchbruch mit dem Roman „Die Blechtrommel“ hatte.

Beispielhaft für das politisches und soziales Engagement dokumentiert sich u.a. an seinem Austritt aus der SPD 1992 wegen des Asylkompromiss (die SPD hatte als Oppositionspartei einer Änderung des Grundgesetzes zugestimmt, mit der das Grundrecht auf Asyl eingeschränkt wurde) oder in der 1997 von ihm gegründeten „Stiftung zugunsten des Romavolkes“, die fortan den Otto Pankok Preis vergibt für „journalistische, wissenschaftliche, sozialpolitische und künstlerische Arbeiten, deren Anlass und Thema das Romavolk ist“. Mit der Namensgebung des Preises erinnert Grass an das Engagement seines Lehrer, der in zahllosen Bildern die Menschen am Rande der Gesellschaft, die Sinti und Roma vor allem auch aus der „wilden Siedlung“ im Heinefeld (Düsseldorf Unterrath) dokumentiert hatte.

Werke
 
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Viele Arbeiten von Günter Grass entstanden als Illustrationen seiner literarischen Werke, mit denen er weltberühmt wurde und für die er 1999 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde. Vor allem in Deutschland ist Günter Grass auch als vehementer Unterstützer der SPD (vor allem auch in der Person von Willy Brand und Gerhard Schröder) und der Forderungen der Grünen, sowie als politisch engagierter Intellektueller bekannt. Und last but not least hat sein jahrzehntelanges öffentliches Schweigen über seine tatsächliche Rolle in den letzten Jahren der NS-Herrschaft für viele aufgeregte Diskussionen und Kommentare gesorgt.

Die zunehmende literarische Tätigkeit von Günter Grass ließ wenig Raum für seine bildhauerischen Interessen. Für Grafiken, Zeichnungen und Aquarelle, mit denen er seine Literatur illustrierte, blieb jedoch ausreichend Zeit und die in zahlreiche Museen und Sammlungen Eingang fanden. Seine zahllosen Ehrungen erhielt Grass jedoch für sein literarisches Werk, mit dem er 1956 erstmals als Lyriker debütierte und 1959 seinen Durchbruch mit dem Roman „Die Blechtrommel“ hatte.

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