Volker Detlef Heydorn

Der Hamburger Künstler Volker Detlef Heydorn (1920-2004) war nicht nur im Bereich der Bildenden Kunst vielseitig tätig, sondern er hat auch mehrere Bücher und zahlreiche Fachartikel zur Kunstgeschichte, zur Militärgeschichte und zur Heimatkunde verfasst. Sein künstlerisches Œuvre umfasst neben zahlreichen Gemälden, Grafiken und Zeichnungen 15 Fensterwände und Wandbilder, mehr als 2.000 in Büchern veröffentlichte Illustrationen und ca. 400 Platten zum Guss von Zinnfiguren.

Schon während seiner Schulzeit zeigte sich Volker Detlef Heydorn von den Arbeiten von Eduard Bargheer begeistert, den er dann in der Kunstschule Schmilinsky auch als Lehrer hatte. Eduard Bargheer war es auch, der sich für die Schulgeldbefreiung von Volker Detlef Heydorn einsetzte und ihm zu einem monatlichen Stipendium von 50 Reichsmark verhalf.

Mitte 1940 wurde Volker Detlef Heydorn zum Kriegsdienst eingezogen. Während der Kriegsjahre war es seine Gewohnheit, seine Eindrücke künstlerisch fest zu halten, fand es dann aber doch schwer, nach seiner Entlassung aus dem Wehrdienst im Sommer 1945 die Tätigkeit alls Künstler wieder aufzunehmen. Allerdings hatte er das Glück, bereits Anfang 1946 an der Landeskunstschule Hamburg angenommen zu werden und dort zwei Jahre bei Erich Hartmann zu lernen. Sein Geld verdiente er in dieser Zeit u.a. mit dem Gießen und Gravieren von Zinnfiguren. An der Landeskunstschule lernte er u.a. auch die Künstler Harald Duve, Fritz Fleer und Diether Kressel kennen.

Als einer der ersten Stipendiaten des Lichtwark-Preises 1952 hatte Heydorn die Gelegenheit zu einer Studienreise nach Paris, aus welcher er viele neue Anregungen mitbrachte.

Geprägt von seinem Elternhaus – Heydorns Vater gründete 1930 die Menschheitspartei – und seinen eigenen Kriegserfahrungen gehörte er 1952 zu den Gründern der Ortsgruppe Hamburg-Blankenese der Internationale der Kriegsdienstgegner. Zu dieser Zeit galt seine politische Präferenz noch dem Kommunismus. Die beobachteten Unterdrückungen in den kommunistischen Staaten und die Instrumentalisierungen westdeutscher kommunistischer Gruppierungen durch die UdSSR ließen Heydorn jedoch von dieser Idee Abstand nehmen. Fortan widmete er sich dem Ideal der freien Meinungsäußerung und der bürgerlichen Freiheitsrechte.

Von 1955 bis zu ihrer Einstellung 1964 hatte Heydorn die Schriftleitung der künstlerischen Monatszeitschrift „Von Atelier zu Atelier“ inne. 1969 erhielt Heydorn den Edwin-Scharff-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg. In den 1970er Jahren erschien sein 4-bändiges Werk „Maler in Hamburg“ über die Geschichte der Maler und Malerei in Hamburg. Von 1974 bis 1984 war er Mitglied im Denkmalrat der Stadt Hamburg. Ebenfalls 1974 begann seine Tätigkeit als Dozent für Zeichnen an der Fachhochschule für Gestaltung

Während seiner Rom-Reise 1992 als Ehrengast in der Villa Massimo erblindete Heydorn wegen eines Glaukom fast vollständig auf dem linken Auge. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, weiter als Maler und Illustrator zu arbeiten.

Einige Lebensdaten

1927 – 1939 Schulbesuch; Ausschluss vom mündlichen Abitur
1939 – 1940 Studium an der Kunstschule Schmilinsky in Hamburg, u.a. bei Eduard Bargheer
1940 – 1945 Kriegsdienst
1941  Einzelausstellung Schauburgstuben Hamburg
1942  Aushändigung des Abiturzeugnisses wegen Frontbewährung
1946 – 1948 Studium an der Landeskunstschule in Hamburg
Ab 1948 Freischaffender Künstler
1951  Mitbegründer der Internationale der Kriegsdienstgegner
1952  Stipendiat des Lichtwark-Preises
1953  Preis des Börsenverein des Deutschen Buchhandels
1955 – 1964 Schriftführer der Monatsschrift „Von Atelier zu Atelier
1956  Reisestipendium des Kunstkreis Hameln
1958  Einzelausstellung Kunsthalle Hamburg
1959  Prämie des Deutschen Buchhandels
1959  Einzelausstellung Stadthalle Lübeck
1965  Beginn der Lehrtätigkeit (Zeichnen, Kunstgeschichte, Druckgrafik) an der VHS
1966  Einzelausstellung Kunstverein Marburg
1966 – 1969 Schriftleiter der Heimatzeitschrift „Blankenese“
1968  Einzelausstellung Kunstkabinett Hannover & Graphisches Kabinett Ffm
1969  Edwin-Scharff Preis
1971  Einzelausstellung Kunstverein Steinburg Itzehoe & Kunstverein Hattingen
1973  Einzelausstellung Rheinisches Landesmuseum Bonn
1974 – 1977 4-bändige Publikation „Maler in Hamburg“s
1974 – 1984 Mitglied im Denkmalrat der Freien und Hansestadt Hamburg
1974  Dozent an der Fachschule für Gestaltung in Hamburg
1976  Publikation: Carl Hilmers – Ein Maler zwischen den Fronten der Moderne
1976  Publikation: Erich Hartmann – Künstlermonographie
1976  Publikation: Eduard Bargheer - Künstlermonographie
1976  Einzelausstellung Kunstkreis Hameln
1979  Einzelausstellung Bundesministerium Bonn
1985  Einzelausstellung Emslandmuseum Schloss Clemenswerth
1992  Ehrengast der Deutschen Akademie Rom – Villa Massimo

Werke
 
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Schon während seiner Schulzeit zeigte sich Volker Detlef Heydorn von den Arbeiten von Eduard Bargheer begeistert, den er dann in der Kunstschule Schmilinsky auch als Lehrer hatte. Eduard Bargheer war es auch, der sich für die Schulgeldbefreiung von Volker Detlef Heydorn einsetzte und ihm zu einem monatlichen Stipendium von 50 Reichsmark verhalf.

Mitte 1940 wurde Volker Detlef Heydorn zum Kriegsdienst eingezogen. Während der Kriegsjahre war es seine Gewohnheit, seine Eindrücke künstlerisch fest zu halten, fand es dann aber doch schwer, nach seiner Entlassung aus dem Wehrdienst im Sommer 1945 die Tätigkeit alls Künstler wieder aufzunehmen. Allerdings hatte er das Glück, bereits Anfang 1946 an der Landeskunstschule Hamburg angenommen zu werden und dort zwei Jahre bei Erich Hartmann zu lernen. Sein Geld verdiente er in dieser Zeit u.a. mit dem Gießen und Gravieren von Zinnfiguren. An der Landeskunstschule lernte er u.a. auch die Künstler Harald Duve, Fritz Fleer und Diether Kressel kennen.

Als einer der ersten Stipendiaten des Lichtwark-Preises 1952 hatte Heydorn die Gelegenheit zu einer Studienreise nach Paris, aus welcher er viele neue Anregungen mitbrachte.

Geprägt von seinem Elternhaus – Heydorns Vater gründete 1930 die Menschheitspartei – und seinen eigenen Kriegserfahrungen gehörte er 1952 zu den Gründern der Ortsgruppe Hamburg-Blankenese der Internationale der Kriegsdienstgegner. Zu dieser Zeit galt seine politische Präferenz noch dem Kommunismus. Die beobachteten Unterdrückungen in den kommunistischen Staaten und die Instrumentalisierungen westdeutscher kommunistischer Gruppierungen durch die UdSSR ließen Heydorn jedoch von dieser Idee Abstand nehmen. Fortan widmete er sich dem Ideal der freien Meinungsäußerung und der bürgerlichen Freiheitsrechte.

Von 1955 bis zu ihrer Einstellung 1964 hatte Heydorn die Schriftleitung der künstlerischen Monatszeitschrift „Von Atelier zu Atelier“ inne. 1969 erhielt Heydorn den Edwin-Scharff-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg. In den 1970er Jahren erschien sein 4-bändiges Werk „Maler in Hamburg“ über die Geschichte der Maler und Malerei in Hamburg. Von 1974 bis 1984 war er Mitglied im Denkmalrat der Stadt Hamburg. Ebenfalls 1974 begann seine Tätigkeit als Dozent für Zeichnen an der Fachhochschule für Gestaltung

Während seiner Rom-Reise 1992 als Ehrengast in der Villa Massimo erblindete Heydorn wegen eines Glaukom fast vollständig auf dem linken Auge. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, weiter als Maler und Illustrator zu arbeiten.

Einige Lebensdaten

1927 – 1939 Schulbesuch; Ausschluss vom mündlichen Abitur
1939 – 1940 Studium an der Kunstschule Schmilinsky in Hamburg, u.a. bei Eduard Bargheer
1940 – 1945 Kriegsdienst
1941  Einzelausstellung Schauburgstuben Hamburg
1942  Aushändigung des Abiturzeugnisses wegen Frontbewährung
1946 – 1948 Studium an der Landeskunstschule in Hamburg
Ab 1948 Freischaffender Künstler
1951  Mitbegründer der Internationale der Kriegsdienstgegner
1952  Stipendiat des Lichtwark-Preises
1953  Preis des Börsenverein des Deutschen Buchhandels
1955 – 1964 Schriftführer der Monatsschrift „Von Atelier zu Atelier
1956  Reisestipendium des Kunstkreis Hameln
1958  Einzelausstellung Kunsthalle Hamburg
1959  Prämie des Deutschen Buchhandels
1959  Einzelausstellung Stadthalle Lübeck
1965  Beginn der Lehrtätigkeit (Zeichnen, Kunstgeschichte, Druckgrafik) an der VHS
1966  Einzelausstellung Kunstverein Marburg
1966 – 1969 Schriftleiter der Heimatzeitschrift „Blankenese“
1968  Einzelausstellung Kunstkabinett Hannover & Graphisches Kabinett Ffm
1969  Edwin-Scharff Preis
1971  Einzelausstellung Kunstverein Steinburg Itzehoe & Kunstverein Hattingen
1973  Einzelausstellung Rheinisches Landesmuseum Bonn
1974 – 1977 4-bändige Publikation „Maler in Hamburg“s
1974 – 1984 Mitglied im Denkmalrat der Freien und Hansestadt Hamburg
1974  Dozent an der Fachschule für Gestaltung in Hamburg
1976  Publikation: Carl Hilmers – Ein Maler zwischen den Fronten der Moderne
1976  Publikation: Erich Hartmann – Künstlermonographie
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