Max Peiffer Watenphul

Max Peiffer Watenphul (1896 – 1976) war promovierter Jurist als er im Anschluss an sein Referendariat 1919 beschloss, sich künftig der Kunst zu widmen. Zur gleichen Zeit fügte er den Namen seines Stiefvaters (der Vater von Max Peiffer war 1903 verstorben) seinem Geburtsnamen hinzufügte.

Die Arbeiten von Paul Klee hatten den jungen Mann so sehr beeindruckt, dass er Klee darum bat, bei ihm lernen zu dürfen. Klee lehnte ab, zeigte sich aber bereit, einige Arbeiten Peiffer Watenphuls zu korrigieren und es war wohl Lily Klee, die ihn auf das Bauhaus in Weimar aufmerksam machte. Er besuchte den Vorkurs von Johannes Itten und erhielt die Erlaubnis, in allen Werkstätten zu hospitieren. Auch wurde ihm hier ein eigenes Atelier zugestanden. Am Bauhaus in Weimar entwickelte er Freundschaften zu u.a. Josef Albers, Wassily Kandinsky, Else Lasker-Schüler, Gerhard Marcks, Oskar Schlemmer und Kurt Schwitters.

1920 wurde Peiffer Watenphul Mitglied im Künstlerbund „Das Junge Rheinland“, mit dem er in Folge regelmäßig ausstellte. Dabei machte er die Bekanntschaft mit Künstlerkollegen wie Otto Dix, Max Ernst, Werner Gilles oder auch Oskar Schlemmer. Seine erste Ausstellung erhielt Peiffer Watenphul bereits 1921 im von Ernst Gosebruch geleiteten Städtischen Kunstmuseum Essen (1922 umbenannt in Museum Folkwang).

Zu dieser Zeit war Peiffer Watenphul bereits vertraglich bei Alfred Flechtheim untergekommen und dadurch finanziell abgesichert. Er unternahm seine erste Italienreise und besuchte in Positano seinen Künstlerfreund Karli (Carl Ernst) Sohn-Rethel, der ebenfalls bei Alfred Flechtheim unter Vertrag stand und Mitglied im „Jungen Rheinland“ war.

Mitte 1924 reiste Peiffer Watenphul mit einem Frachtschiff nach Mexiko, wo er fast ein Jahr lang blieb. Zurück in Deutschland war er dann 1925 häufig in Wiesbaden Gast bei Alexej Jawlensky, den er in Essen kennen gelernt hatte.

Von 1927 bis 1931 arbeitete Peiffer Watenphul als Lehrer für Künstlerischen Entwurf an der Folkwangschule in Essen. 1931 erhielt er den Rom Preis der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo, wo er sich fast ein Jahr aufhielt; 1933 ehrte ihn das Carnegie Institute, Pittsburgh mit der Verleihung des „Additional Award“ für ein Blumenstillleben, welches später aus dem Bestand der Nationalgalerie (Berlin) entfernt wurde, um es in der Ausstellung „Entartete Kunst“ zu zeigen.

Peiffer Watenphul entschloss sich 1937 nach Italien auszuwandern, musste jedoch schon 1941 aus finanzieller Not nach Deutschland zurück kehren. Hier übernahm er in Krefeld in der Nachfolge von Johannes Itten an der Fachschule für textile Flächenkunst die Mal- und Zeichenklasse. 1943 dann gelangte Peiffer Watenphul nach Salzburg, wo er bis 1946, als er keine weitere Aufenthaltsgenehmigung erhielt, an der Kunstgewerbeschule lehrte.

Er kehrte zurück nach Italien zu seiner Halbschwester, die in Venedig lebte. Hier hatte er 1948 seine erste Einzelausstellung, war Teilnehmer der Biennale in Venedig 1948 und 1950, hier lernte er Peggy Guggenheim kennen und von hier aus bereiste er 1949 Italiens Süden um dabei auch in Positano seinen Freund Karli Sohn-Rethel wieder zu treffen.

1951 konnte Peiffer Watenphul erstmals nach Salzburg zurück kehren, wo ihm die Stadt bis 1971 im Künstlerhaus ein Atelier zur Verfügung stellte. Anfang 1952 bereiste er Deutschland, wo er Ausstellungen im Folkwang Museum in Essen, im Museum am Ostwall in Dortmund und im Städtischen Museum Wuppertal hatte. Er wurde Mitglied im Deutschen Künstlerbund und beteiligte sich regelmäßig an der großen Kunstausstellung im Haus der Kunst in München. Diesen Ausstellung sollten in den Folgejahren zahllose weitere Ausstellungen in Deutschland, Österreich und Italien folgen.

Ende 1957 erwarb Peiffer Watenphul ein Atelier in Rom, wohin er 1958 zog. Nach seiner Berufung an die Internationale Sommerakademie für Bildende Künste in Salzburg als Nachfolger von Oskar Kokoschka unterrichtete er ab 1964 drei Monate im Jahr in Salzburg. Im gleichen Jahr erhielt er den Ehrenring der Stadt Salzburg, ein Jahr später, 1965 wurde er mit der Mitgliedschaft der Bayerischen Akademie der Schönen Künste ausgezeichnet und 1969 dann wurde im das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

 
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1920 wurde Peiffer Watenphul Mitglied im Künstlerbund „Das Junge Rheinland“, mit dem er in Folge regelmäßig ausstellte. Dabei machte er die Bekanntschaft mit Künstlerkollegen wie Otto Dix, Max Ernst, Werner Gilles oder auch Oskar Schlemmer. Seine erste Ausstellung erhielt Peiffer Watenphul bereits 1921 im von Ernst Gosebruch geleiteten Städtischen Kunstmuseum Essen (1922 umbenannt in Museum Folkwang).

Zu dieser Zeit war Peiffer Watenphul bereits vertraglich bei Alfred Flechtheim untergekommen und dadurch finanziell abgesichert. Er unternahm seine erste Italienreise und besuchte in Positano seinen Künstlerfreund Karli (Carl Ernst) Sohn-Rethel, der ebenfalls bei Alfred Flechtheim unter Vertrag stand und Mitglied im „Jungen Rheinland“ war.

Mitte 1924 reiste Peiffer Watenphul mit einem Frachtschiff nach Mexiko, wo er fast ein Jahr lang blieb. Zurück in Deutschland war er dann 1925 häufig in Wiesbaden Gast bei Alexej Jawlensky, den er in Essen kennen gelernt hatte.

Von 1927 bis 1931 arbeitete Peiffer Watenphul als Lehrer für Künstlerischen Entwurf an der Folkwangschule in Essen. 1931 erhielt er den Rom Preis der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo, wo er sich fast ein Jahr aufhielt; 1933 ehrte ihn das Carnegie Institute, Pittsburgh mit der Verleihung des „Additional Award“ für ein Blumenstillleben, welches später aus dem Bestand der Nationalgalerie (Berlin) entfernt wurde, um es in der Ausstellung „Entartete Kunst“ zu zeigen.

Peiffer Watenphul entschloss sich 1937 nach Italien auszuwandern, musste jedoch schon 1941 aus finanzieller Not nach Deutschland zurück kehren. Hier übernahm er in Krefeld in der Nachfolge von Johannes Itten an der Fachschule für textile Flächenkunst die Mal- und Zeichenklasse. 1943 dann gelangte Peiffer Watenphul nach Salzburg, wo er bis 1946, als er keine weitere Aufenthaltsgenehmigung erhielt, an der Kunstgewerbeschule lehrte.

Er kehrte zurück nach Italien zu seiner Halbschwester, die in Venedig lebte. Hier hatte er 1948 seine erste Einzelausstellung, war Teilnehmer der Biennale in Venedig 1948 und 1950, hier lernte er Peggy Guggenheim kennen und von hier aus bereiste er 1949 Italiens Süden um dabei auch in Positano seinen Freund Karli Sohn-Rethel wieder zu treffen.

1951 konnte Peiffer Watenphul erstmals nach Salzburg zurück kehren, wo ihm die Stadt bis 1971 im Künstlerhaus ein Atelier zur Verfügung stellte. Anfang 1952 bereiste er Deutschland, wo er Ausstellungen im Folkwang Museum in Essen, im Museum am Ostwall in Dortmund und im Städtischen Museum Wuppertal hatte. Er wurde Mitglied im Deutschen Künstlerbund und beteiligte sich regelmäßig an der großen Kunstausstellung im Haus der Kunst in München. Diesen Ausstellung sollten in den Folgejahren zahllose weitere Ausstellungen in Deutschland, Österreich und Italien folgen.

Ende 1957 erwarb Peiffer Watenphul ein Atelier in Rom, wohin er 1958 zog. Nach seiner Berufung an die Internationale Sommerakademie für Bildende Künste in Salzburg als Nachfolger von Oskar Kokoschka unterrichtete er ab 1964 drei Monate im Jahr in Salzburg. Im gleichen Jahr erhielt er den Ehrenring der Stadt Salzburg, ein Jahr später, 1965 wurde er mit der Mitgliedschaft der Bayerischen Akademie der Schönen Künste ausgezeichnet und 1969 dann wurde im das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

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