Rudolf Kügler

Der in Berlin geborene deutsche Maler und Grafiker Rudolf Kügler (1921 – 2013) war ein wichtiger Vertreter der deutschen Abstrakten Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg.

 

Nach dem Besuch der Volksschule 1936-1939 beendete Rudolf Kügler eine Ausbildung als Kaufmann. 1939 wurde er zum Arbeitsdienst eingezogen. Ab 1940 leistete er auf Sizilien und in Russland Militärdienst. Fünf Jahre später wurde er aus dem Lazarett in amerikanische Kriegsgefangenschaft gebracht. Erst 1946 wurde er entlassen und kehrte nach Berlin zurück.

 

Die künstlerische Karriere Küglers begann 1946 an der Hochschule für angewandte Kunst in Berlin-Weißensee bei Hans Speidel, anschließend bis 1954 an der Hochschule für bildende Künste in Berlin bei Professor Max Kaus. Nach dem Umzug in den Westteil der Stadt wurde er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Zu dieser Zeit reiste er besonders häufig nach Spanien, Marokko, Ägypten, Griechenland und Norwegen. 1956 wurde Rudolf Kügler zum Professor an die Hochschule für Bildende Künste in Berlin berufen.


Das Werk Rudolf Küglers umfasst Bilder, Collagen, große Emailarbeiten, Zeichnungen, Aquarelle und Radierungen sowie Skulpturen, Strandgutkompositionen und mehrere architektonische Projekte. Im Laufe seines ausgesprochen produktiven Lebens entstand ein vielseitiges Zusammenspiel aus Formen und Farben, Materialien, Texturen und Themen. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Figürlichkeit und Abstraktion. Mit seinem abstrakten grafischen Werk nahm er noch in den 1950er Jahren an zahlreichen internationalen Ausstellungen teil, 1959 an der Documenta 2 in Kassel. Viele seiner Arbeiten befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen, in der Sammlung Gernot Ernst, Krohne Kunstsammlung Duisburg, Berlinische Galerie, Museum Ludwig Köln.

Werke