Uwe Bremer

Nach seinem Studium an der Kunstschule Alsterdamm in Hamburg (1957 – 1960) arbeitete Uwe Bremer (* 1940) erst einmal als Holzfäller in Schweden, bevor er, 1962 nach Berlin gezogen, dort 1963 seine freiberufliche Tätigkeit als Künstler aufnahm. In Berlin gründete er 1963/64 unter dem Patronat des Grafikers und Schriftstellers Günter Bruno Fuchs (der 1969 aus der Künstlergruppe ausschied) und mit den Grafikern Albert Schindhütte, Johannes Vennekamp und Arno Waldschmidt, gesponsort von der Sozialen Künstlerförderung des Industrieverbands Berlin die „Werkstatt Rixdorfer Drucke“.

Die Werkstatt Rixdorfer Drucke verlegte vor allem Holzdrucke, die fast sämtlich literarische Arbeiten wie z.B. den Beatles Sond „All you need is love“ illustrierten. 1966 bemerkte der Spiegel zu den „Rixdorfern“, es handele sich um „Lokal-Genies“, die jedoch „lieber schluckten als druckten“ und Robert Neumann verordnete deren Prioritäten als „Erstens Trinken, zweitens Vögeln“. Das mag wohl zutreffend gewesen sein, schmälert aber in keinem Fall die künstlerische, herausgeberische und sozialkritische Tätigkeit der Künstlergemeinschaft.

So hat sie 1965 z.B. ihr Mappenwerk des fiktiven „Harry Goldschmith“ in die Sammlungen der Kunsthalle Hamburg und der Kunsthalle Bremen verkauft, oder z.B. auf der Frankfurter Buchmesse im Frankfurter Hof einen Empfang des Luchterhand Verlages für Günter Grass in ein Happening umgestaltet, indem der Buffet Tisch „zur Vergesellschaftung und als Speise für die Armen“ nach draußen getragen wurde.

1971 zog Uwe Bremer gemeinsam mit der „Werkstatt“ nach Gümse ins Wendland. Mit ihren Arbeiten nahmen die „Rixdorfer Drucker“ immer wieder eine avantgardistische, das politische und kulturelle Leben in Deutschland kritisch begleitende Vorreiter Rolle ein. Schriftsteller wie z.B. Peter Bichsel, Peter O. Chotjewitz, Sarah Kirsch, Gerhard Rühm, Peter Rühmkopf und Horst Tomayer steuerten Texte bei, Kabarettisten wie Dieter Hildebrandt und Wolfgang Neuss tauschten sich mit ihnen aus und Politiker wie Rudi Dutschke und Gerhard Schröder waren mit ihnen verbunden.

Uwe Bremer ist Mitglied in der u.a. von Johannes Lebek mitgegründeten deutschen Sektion der (von Frans Masareel und Emil Zbinden gegründeten) internationalen Vereinigung der Holzschneider „Xylon“. Er leitete 1983, 1985 1988 und 1989 die Radierklassen an der von Oskar Kokoschka gegründeten Internationalen Sommerakademie für Bildende Künstler Salzburg. Auf Grund seiner hohen Könnerschaft, seiner feinen Lineatur und seiner phantastisch ausgefallenen, oft skurrilen kompositorischen Motivwahl zählt Uwe Bremer zu den profiliertesten deutschen Grafikern.

Werke
 
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Die Werkstatt Rixdorfer Drucke verlegte vor allem Holzdrucke, die fast sämtlich literarische Arbeiten wie z.B. den Beatles Sond „All you need is love“ illustrierten. 1966 bemerkte der Spiegel zu den „Rixdorfern“, es handele sich um „Lokal-Genies“, die jedoch „lieber schluckten als druckten“ und Robert Neumann verordnete deren Prioritäten als „Erstens Trinken, zweitens Vögeln“. Das mag wohl zutreffend gewesen sein, schmälert aber in keinem Fall die künstlerische, herausgeberische und sozialkritische Tätigkeit der Künstlergemeinschaft.

So hat sie 1965 z.B. ihr Mappenwerk des fiktiven „Harry Goldschmith“ in die Sammlungen der Kunsthalle Hamburg und der Kunsthalle Bremen verkauft, oder z.B. auf der Frankfurter Buchmesse im Frankfurter Hof einen Empfang des Luchterhand Verlages für Günter Grass in ein Happening umgestaltet, indem der Buffet Tisch „zur Vergesellschaftung und als Speise für die Armen“ nach draußen getragen wurde.

1971 zog Uwe Bremer gemeinsam mit der „Werkstatt“ nach Gümse ins Wendland. Mit ihren Arbeiten nahmen die „Rixdorfer Drucker“ immer wieder eine avantgardistische, das politische und kulturelle Leben in Deutschland kritisch begleitende Vorreiter Rolle ein. Schriftsteller wie z.B. Peter Bichsel, Peter O. Chotjewitz, Sarah Kirsch, Gerhard Rühm, Peter Rühmkopf und Horst Tomayer steuerten Texte bei, Kabarettisten wie Dieter Hildebrandt und Wolfgang Neuss tauschten sich mit ihnen aus und Politiker wie Rudi Dutschke und Gerhard Schröder waren mit ihnen verbunden.

Uwe Bremer ist Mitglied in der u.a. von Johannes Lebek mitgegründeten deutschen Sektion der (von Frans Masareel und Emil Zbinden gegründeten) internationalen Vereinigung der Holzschneider „Xylon“. Er leitete 1983, 1985 1988 und 1989 die Radierklassen an der von Oskar Kokoschka gegründeten Internationalen Sommerakademie für Bildende Künstler Salzburg. Auf Grund seiner hohen Könnerschaft, seiner feinen Lineatur und seiner phantastisch ausgefallenen, oft skurrilen kompositorischen Motivwahl zählt Uwe Bremer zu den profiliertesten deutschen Grafikern.

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