Diavorhang DetailAm 6. September eröffnet die Galerie Pamme-Vogelsang unter dem Titel „Überall Schlangen“ die vierte Einzelausstellung des belgischen Künstlers Vadim Vosters. Die Installation mit der Arbeit gardian steht im Zentrum der Ausstellung. Daneben zeigen wir Malereien und Zeichnungen.

 

Die Arbeit gardijn ist ein aus zahllosen Diapositiven bestehendes Gewebe, das vergleichbar einem Vorhang in der Galerie installiert wird. Die einzelnen Diapositive sind an ihren Rändern beschnitten und zeigen kunst- und kulturhistorische Motive, wie sie analog in kunstwissenschaftlichen Seminaren genutzt wurden. Jedes Diapositiv steht gleichsam für ein persönlichkeits- und gesellschaftsbildendes Genom, zusammen bilden die Motive eine ´Haut` die zum Träger vererbten Kulturgutes wird.

 

Diese Arbeit hat eine starke Fern- und Nahwirkung. Je nach Standort des Betrachters im Raum verändert sich die Wahrnehmung von einer abstrakten Membran hin zu einer >´schuppigen` Epidermis<, die durch wechselnden Lichteinfall einem ständigen Veränderungsprozess unterliegt.

 

DiavorhangAngelpunkt im Werk von Vadim Vosters ist die Frage nach der Wirkmacht von Kunst. Unmittelbar damit verbunden ist die Klärung nicht nur seines eigenen Standortes, sondern auch die Standortveränderung des Betrachters. Vosters inszeniert in seinen Werken Raumerlebnisse, die bekannte Grenzen verschieben und neue, unbekannte Perspektiven eröffnen. Dabei bleibt seine Nähe zur Kunst des Barock unverkennbar.

 

In seiner Werkgruppe "Muzeum" stellt Vadim Vosters seine wesentlichen Bildthemen – Innen und Außen / Licht und Dunkelheit ins Spannungsfeld mit Ikonen der Gegenwartskunst und setzt damit sein stupendes Nachfragen über das Wesen und die Wirkmacht der Malerei fort. Vadim Vosters ist ein Vollblutmaler, der sich der modernen Medien vorbehaltlos bedient. Er experimentiert mit Bildthemen, Formen und Techniken um neue Antworten auf die essentiellen Fragen an das Leinwandbild zu finden. Das Licht, das „Blut der Malerei“, so Vosters, ist ihm dabei Medium und Botschaft zugleich.

 

Am Sonntag, 27. Oktober 2019, findet um 12 Uhr das Künstlergespräch statt.

 

Vadim Vosters (* 1979) lebt und arbeitet in Brüssel. Er studierte an der Academie de Lei (Leuven), der Academie Sint-Lucas (Gent), Kurvataide Academie (Helsinki) und der Academie „Mixed Media“ in Gent. Seit 2001 beteiligt er sich mit seinen Gemälden, Photographien, (Licht-) Installationen und Performances an Gruppenausstellungen in Belgien, der Niederlande, Luxemburg, Deutschland, Japan und den USA. Arbeiten von Vadim Vosters befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen.

Abb.: Detail aus der Installation "gardijn"

Einzelausstellung von Vadim Vosters in der Galerie "Light Cube" in Ronse, Belgien

 

 

Ausstellungsdauer: vom 9. April bis zum 14. Mai 2017

Gespräch mit dem Künstler: 5. Mai 2017, ab 19:30 Uhr

Ort: Art Gallery "Light Cube", St.-Martensstr. 12, 9600 Ronse, Belgien

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 14-18 Uhr und nach Vereinbarung

                  

 

 

 

 

 

Seine erste Einzelausstellung in der Galerie "Light Cube" zeigt neue Werke von Vadim Vosters und beschäftigt sich mit dem Spiel zwischen Licht und Schatten: das Licht als eine sehr expressive Kraft ebenso wie die immer unterschiedliche Wirkung seiner Werke im Raum stellen den Mittelpunkt der Ausstellung dar. Darüber hinaus verarbeitet Vadim Vosters in dieser Ausstellung Motive der Kunstgeschichte aus einer anderen Ära und verleiht ihnen auf diese Weise eine neue Bedeutung in einem neuen Kontext.

 

 

 

 

 

© Vadim Vosters/Galerie Light Cube/Galerie-Pamme-Vogelsang [Detail "Museum (Koons/Paul MC/Richter), 2017, Acryl, Öl, Lack, Pigment auf Leinwand, 200x150cm]

 

Vom 9. bis 10. Dezember zeigt Vadim Vosters sein neustes Werk, "Fall of the damned", eine Lichtinstallation mit 16 Projektoren im Muziekcentrum De Bijloke in Gent. Das Titelbild für das im gleichen Zeiraum stattfindende "Ekstase Festival" zeigt ein frühes Werk von Vadim Vosters, "The Body", 2005.

Ort: De Bijloke, Jozef Kluyskensstraat 2, 9000 Gent, Belgien

Zeit: 9. und 10. Dezember 2016, ab 19.00 Uhr

Der Eintritt ist frei.