Geburtstag 72 dpi

 

Der „stillose“ „Erfinder des Damenbildes“, tiefgründige Optimist und subversive Humorist, der Gründer des „Palazzo“, Wegbegleiter von Andy Warhol und Meister der ökonomischen Negation im Kunstbetrieb, der Kölner Künstler Heinz Zolper feiert seinen 70sten Geburtstag.

 

 

Abb.: Heinz Zolper, Heinz Zolper wird 70. 2019, ©Heinz Zolper/VG Bild-Kunst, Bonn, 2019

zolper 171Vernissage: 22. März 2019, 18 bis 21 Uhr
Ausstellungsdauer: bis 4. Mai 2019

 

Special Events:
Freitag, 29. März, 19 Uhr Ausstellungsrundgang mit dem Künstler
Donnerstag, 11. April, Galerierundgang im Rahmen der Art Cologne. Die Galerie ist bis 22 Uhr geöffnet, der Künstler ist anwesend.

 

Die komplette Pressemitteilung zur Ausstellung finden Sie auf der folgenden Seite.

Abb.: Heinz Zolper, Kain VIII, 2018, Acryl auf Leinwand, mixed Media, 80 x 60 cm, © Heinz Zolper/VG Bild Kunst, Bonn, 2018  

zolper 168Heinz Zolper – KAIN

 

In seiner neuen Werkserie „Kain“ (1) setzt sich der Kölner Künstler Heinz Zolper (* 1949) mit einem der ältesten Themen der Menschheit auseinander, dem Täter, dem Opfer und dem Brudermord. Dabei liegt, wie schon der Name der Werkserie suggeriert, der Fokus seiner Betrachtungen auf dem Überlebenden, dem als Strafe „das Leben selbst“ auferlegt wurde.

 

Die Beschäftigung mit dem Brudermord-Thema, der Sehnsucht nach Anerkennung, als ein Wesenszug im Menschen, inkludiert selbstredend auch die Frage nach der Rolle des Malers und der Aufgabe der Malerei. Deutlich zu sehen ist dies an den Rück- und Vorgriffen, die Zolper für seine Werkserie Kain gewählt hat.

Abb.: Heinz Zolper, Kain XXI, 2019 © Heinz Zolper/VG Bild-Kunst, Bonn, 2019

hz palazzo 1„Wer ist der Unbekannte neben Andy Warhol? Er trägt ein Baumwollhemd von Karstadt“ fragt Heinz Zolper zu dem Foto „Andy u. H.Z.“, das ihn neben Warhol in dessen New Yorker Atelier zeigt.


Das Bild entstand 1979 als Heinz Zolper auf Einladung von Andy Warhol erstmals in der „Factory“ war. Es zeigt den Augenblick der Übergabe des Gastgeschenks, ein zersägtes Wilhelm Busch Buch – Zolpers Beleg, dass auch Literatur noch weitere Potentiale für das Kunstschaffen bildender Künstler birgt. Das Geschenk war tätiger Beweis für die Palazzo Theorie: „Ich kann nichts anderes als malen. Aber ich kann Malerei auf alle anderen schöpferischen Ebenen übersetzen“.